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der Stein und seine Geduld

 

widerspenstig und stur,

stolz nach oben schauend.

Nie den Charakter verloren,

egal, ob Sturm,Flut,

Schnee oder Eis,

allem bist Du gewáchsen,

alles hast Du ertragen

und überstanden.

Selbst eine Decke aus Moos,

hast Du über Dich ergehen lassen.

Trotz allem bist Du immer,

immer noch stolz und mächtig.

Hörst Dir die Sorgen an,

kannst schweigen.

Gibst keine Antwort,

Deine Sprache ist schweigen.

Schweigen bedeutet Ruhe,

Ruhe bedeutet Ausgeglichenheit.

Ausgeglichenheit bedeutet Energie,

Energie bedeutet Kraft.

Kraft hast Du mir gegeben,

ich hab sie wiedergefunden,

gefunden durch Dich

und Deine Geduld.

Mein Stein,

ich danke dir dafür

 

Daniel-Thomas Müller

  Dezember 2014

"Kolmannskop - Lüderitz"  (Namibia)

 

Kolmannskop,welch tiefe Wunden hast Du gerissen,

wieviele Einheimische hast Du beschissen?

Geraubt hast Du die Kraft und die Seele der Menschen,

Du hast ihnen die Würde genommen,

damit den Gipfel der Ausbeutung erklommen.

Gebaut hast Du Lager mit Stacheldraht,

die Fotos berühren mich tief.

Sie erinnern mich an Deutsche schlimme Zeiten,

die Menschen dort,das waren Deine Sklaven,

ungeachtet ihrer Bedürfnisse und Familien,

denn Kolmannskop musste die "Antwerpener" stillen.

Um des Glanz und protzes Willen.

Vor ihren runden Scheiben starr und stur sitzend,

die Schleifer auf den Kick des Superschliffs wartend,

Karat um Karat wird gepokert,

je mehr Ecken und Kanten umso besser.

Das leuchtende Funkeln,die Farben,

wo bleibt der Gedanke an des "Suchers" Narben?

Ein bischen Geld,ein bischen Reichtum,

macht alles vergessen.

Hollywoods Gesellschaft ist besessen.

Jeder muss Haben und jeder will sein,

oh wie peinlich dieser Schein.

Das Wort "Blutdiamant" kennt ihr nicht,

Ihr wollt nur wahren Euer Gesicht.

Statt einen "Kolmannskop" am Hals zu tragen,

sollt Ihr lieber mal den Hintergrund erfahren.

Schämt Euch..l.

Daniel-Thomas Müller
Freiburg Uniklinik 2015

                                                                                

Die Wächter der Natur


 
oh Wunder, welch ein Anblick,

bedrohlich,aber auch anziehend.

Ragst Du in den Himmel,

im Wald,an der Klippe.

Platz findest Du überall.

Gewappnet bist Du

gegen Eis und Schnee,

gegen Hitze und Regen,

selbst wenn sich das Moos auf

Dir ein Bett macht,

dann nutzt Du dies zum Schutz.

Zum Schutz vor Fremden,

vor Fremden die Dich besteigen.

Du bist geduldig,

wenn auch stur,

Du bist beständig,

läufst nicht weg.

Im Herbst ist Dein Antlitz

umgeben von buntem Laub,

noch ein bischen Freude,

bevor der harte Winter kommt.

Jerusalem hat seine Klagemauer,

ich hab meinen Hoffnungsfelsen.

Hoffnung warum?

Du läufst nicht weg,

bist immer da,

gibst mir Schutz vor der Sonne,

bin ich müde,

darf ich bei Dir ruhen,

ich kann Dir alles anvertrauen,

Du schweigst,

Du lässt Dich nicht hängen,

schaust immer nach oben,mein Fels,

Du gibst mir bei Deinem Anblick keine

keine Chance,

mich aufzugeben.


Daniel-Thomas Müller

 

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