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Verfasst im Juni 2020 als mir bewusst wurde, wie schwach ich inzwischen geworden bin, dass mir vieles schwerer fällt, vieles was früher so einfach und schnell mir von der Hand ging, entpuppt sich zwischenzeitlich oft als große Herausforderung. Gerade daran muss ich nun ernsthaft arbeiten, denn ich möchte noch viele schöne gemeinsame Zeiten mit Monika verbringen, so wie bisher. Die schwere Krebserkrankung von Monika ist bei uns knall auf Fall eingebrochen, leider schon sehr fortgeschritten das dringend gehandelt werden musste. Monika stand kurz davor sich aufzugeben, weil sie kein Licht im Tunnen vernahm. Gerade deswegen war ich gefragt was bedeutete ihr so oft und solange wie möglich ihr nahe zu sein im Krankenhaus. Sie musste einfach spüren, dass sie nicht alleine war, dass ich die Ängste und schmerzen von ihr auch wahrnahm und sie sicher sein durfte, dass ich diese auch mit ihr teile - man sagt ja nicht umsonst " geteiltes Leid ist halbes Leid " . Nach der zweiten Operation kurz nach der ersten Operation - sie war nicht mal zwei Wochen zwischen beiden OPs zu Hause war ich auch angeschlagen, durfte es Monika aber nicht zeigen. Immer wieder machte ich ihr Mut, sogar kam ab und zu auch ein Lächeln über ihr Gesicht. Jetzt ist sie tumor frei und das möge bitte bitte auch so bleiben. So können wir langsam wieder erstmal kleine Pläne schmieden für kleinere und größere " Wohlfühlsituationen "  wieder  erleben zu dürfen. Monika mein Schatz, Du bist eine tolle starke Frau, wie Du bisher alles gemeistert hast. Ich danke Dir für Dein " nicht aufgeben " Du siehst, auch das Licht im Tunnel ist zu sehen und die kleinen Wohlfühlerlebnisse warten auf uns, dass wir sie anpacken.... ich liebe Dich mein Schatz.

Gleichzeitig möchte ich hier auch noch Sandra (Monis Tochter) danken, die uns und mich in keiner Situation während Monis Krankenhausaufenthalten hängen lies, immer ein offenes Ohr für mich hatte, sie hat es sogar auf nich genommen, mitten in Woche von Lörrach hier rüber zu kommen an Monis Geburtstag ins Krankenhaus zu Besuch zu kommen obwohl sie abends die Rückfahrt wieder antreten musste. Dafür danke ich ihr ganz besonders, denn dieser Besuch hatte einen grßen Anteil daran, dass Moni wirklich alle verfügbaren positive Gedanken zusammen bündelte und davon zehrte weil ihr der Besuch so gut getan hat. Ich danke auch Monis Neffen und Schägerin und Schwager die mich besonders an Wochenenden und Feiertagen sehr unterstützten mit Fahrten zum und vom Krankenhaus, denn an WEs und Feiertagen ist die Busverbindung eine Quälerei. Unter der Woche geht es noch. Doch inzwischen habe ich endlich ein Elektromobil, so einen Seniorenroller auf drei Rädern. Damit fahre ich zum einkaufen, solange Monika noch kein Auto fahren kann.

Wo ist meine Energie geblieben ?

 wo ist meine Energie geblieben ?

 

 

Wo ist meine Energie geblieben ?

Egal, wie stürmisch die Tage verliefen,

umgehauen hat mich gar nichts...

Im Gegenteil, keine Herausforderung war mir zu groß,

kein wunder geschundener Fuß konnte mich aufhalten,

keine Schrunden an den Händen die konnten mich stoppen.

Voll Power morgens aufgestanden – Tag wo bist du, was willst du ?

Was willst du – hier bin ich !

Jetzt,

 die Haut gealtert, die Haare licht, die Muskeln

 die schwabbeln wie eine Hängematte.

 Der Penis müde, meist verkrochen,

 wie die Schnecke in ihrem Haus.

 Der Kopf ist wach, der Körper müde,

 die Beine schlürfend und tippelnd

 schleifend und wackelig.

 Die Augen zu schlecht, die Brille zu schwach.

 Wartend und immer wieder wartend,

 auf bessere Tage, auf bessere Zeiten

 die Hoffnung noch im Gehirn,

 es wird sich ändern – es muss sich ändern,

 der Tag muss kommen mit der Belohnung im Arm,

 im Arm ein Bündel Energie, und das richtige Rezept

 für wieder gesunde und starke Zeiten.

 

Juni 2020, Sankt Nikolaus im Warndt

©Daniel-Th. Müller

 

 

Danke !

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