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Palliativpflege in Frankfurt :

( hier der Anfang bis zur palliativen Pflege )

Zuerst folgte in Frankfurt die Obdachlosigkeit, unter der Brücke schlafen, arbeitslos sein. Da ich mindestens 1 Jahr in Frankfurt wohnen musste, um einen WB Schein ( Wohnberechtigungsschein ) zu bekommen, bedeutete dies, über einen Makler etwas zu finden und dafür musste ich tief  indie Tasche greifen - mein Erspartes schrumpfte ganz schnell 6 Wochen unter der Brücke gelebt. --------morgen geht es mit dem REST dieser Seite weiter es dauert noch ein bisschen, weisst Du mit dieser Seite werden viele alte Wunden aufgerissen - diese tun verdammt weh, auch wenn sie manchmal auch  so schön sind. .......eine längere Pause.....

 

...so, jetzt geht es weiter in Etappen: wie schon gesagt, 6 Wochen im Herbst unter der Brücke, auf Bänken in Parks, auf dem alten jüdischen Friedhof und diversen anderen Stellen übernachtet. In die Unterkunft im Ostpark wollte ich nicht, denn da pennst du mit insgesamt 4 Leuten in Etagenbetten 2x2 Betten. Die meisten waschen sich nicht, pinkeln ins Bett ständig betrunken etc. nein, das wollte ich nicht, zumal es dort auch Ungeziefer gab und immer mal wieder auch Kleiderläuse in den vier Spinden die sich in den Übernachtungs-Containern befanden. Wie schon erwähnt hab ich mir über einen Makler ein kleines Apartement im Bahnhofsviertel besorgt in der Ludwigstraße.  In einer Tagesstätte  (damals noch in der Hagenstrasse) wo man günstig essen konnte und duschen und auch Klamotten waschen las ich, dass sie noch jemand suchten für den Nachtdienst in den Wintermonaten von Oktober bis März, denn da ist durchgehend offen, und es gibt auch ein paar Notschlafplätze. ( Hierzu muss ich sagen, dass diese Einrichtung inzwischen von der Caritas verlegt wurde wegen der EZB die in der Nähe gebaut wurde und die Mieten schnellten ins unbezahlbare ; so  bekam die Caritas auch die Kündigung für dieses Projekt ).

 

Lange Rede, kurzer Sinn, ich bekam diese Stelle als Minijob auf 450.- Euro Basis bekam den Job alleine schon wegen meinen Referenzen von Aachen, dort hatte ich bei den Aachener Franziskanerinnen zuvor in der Obdachlosen-Betreuung gearbeitet. Nun kannst Du Dir vorstellen, wie glücklich ich war. Der Job gefiel mir sehr gut, da ich keine Berührungsängste hatte kam ich auch mit dem Klientel sehr gut zurecht. Vor allem machte ich mir nachts die Mühe auch noch warmes Essen zu kochen, meist war es Eintopf oder Reste vom Tag die ich noch erweiterte. Die Besucher freuten sich schon deswegen immer wenn ich Dienst hatte. Die anderen Kollegen machten sich die Mühe nicht,

da gab es nur heißen Kaffee oder Tee und Brötchen, selten mit Belag oder auch mal süße Teilchen die die Tafel von der Abendtour vorbei brachte. Irgendwie hat mir der Job so Spaß gemacht, das die Verwaltung dies spürte und man bot mir an, auch auf 450.- Euro Basis Abendküche in den Monaten weiter zu machen wenn nur bis 21.00 Uhr geöffnet ist. Meine Arbeit war es dann von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr die Abendküche zu machen mit 3 bis 4 damals sogenannte 1,50 Euro Jobbern. Meistens war der größte Teil vom Essen schon vorbereitet, manchmal musste auch gekocht werden. Für mich war das kein großes Problem, denn ich habe neben der Altenpflege auch Hauswirtschaft gelernt. Worauf ich heute noch sehr stolz bin, in den Monaten die ich in der Hagenstrasse arbeitete, egal ob im Nachtdienst oder ob im Abenddienst, hatte ich nicht einmal einen Polizeieinsatz. Ich kommunizierte mit den Besucher/innen immer wie man eben mit einem Menschen redet, anständig, sachlich und ruhig. Wenn einer Hausverbot hatte, dann brauchte bei mir auch niemand zu hungern. Essen gab es trotzdem, außerhalb vor der Tür und dann noch ein Lunchpaket für unterwegs. Mit diesen Menschen, von denen  die meisten eh nichts mehr zu verlieren hatten, da muss man eben auch mal eine 5 gerade sein lassen, solange man dies vertreten konnte. Durch den Nachtdienst lernte ich dann früh morgens den Chef und Geschäftsführer der Frankfurter Tafel kennen, Dieter Freitag. Ihm bot ich an, freiwillig gerne bei der Tafel mitzuarbeiten und genau das war für mich auch wieder ein Aufstieg ins soziale Leben, wo ich gebraucht wurde und wo ich auch was leisten konnte und meine Anerkennung bekam. Damit geht es morgen auf der nächsten Seite weiter. Ich mache für heute Schluss, denn ich bin hundemüde.

Das war mein harter Anfang in Frankfurt und darauf baute ich dann auf in der Pflege bis zur Selbstständigkeit. Der Artikel wird nächste Tage nachgereicht auch mit Fotos.

Mein Einstieg in die palliative Pflege in Frankfurt am Main :

Danke !

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