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" unsere inzwischen verstorbene Hündin Amanda "

unsere Amanda

Unsere Amanda ist eine Mischlingshündin, glücklichrweise habe ich auch beide Elternteile kennengelernt. Sie ist in Frankfurt im Gallusviertel geboren in einer Schrebergartenkolonie. Als ich damals mir Amanda anschaute, war ich sehr begeistert von den Umständen wie sie groß wurde. Mit sehr viel Liebe begrüßte mich die Mutter ( eine Boxer - Windhund Mischung ) so, als würde sie mich schon ewig kennen. Mir war da sofort klar, mit viel Liebe wuchsen sie auf. Der Vater war ein etwas knorriger Zeitgenosse ( ein Husky - Mops Mischling ) , allen beiden Elternteilen sah man auch sofort an, welche Rassen da mitgemischt hatten. Amanda kam direkt zu mir gewackelt und ich entschloss dann auch sofort für sie, die Mutter lies mich gewähren mit schmusen und streicheln ohne irgend eine abneigende Haltung mir gegenüber - also stimmte da auch die Chemie. Leider durfte ich sie nicht gleich mitnehmen, sondern ich musste noch eine Woche warten bis die Jungen alt genug waren. Diese Woche war für mich eine Qual. Ich hatte mich richtig in das kleine Geschöpflein verliebt und irgendwie immer etwas Angst dass ich sie doch nicht bekomme. Der Tag kam und wir gingen dann ab da einen langen, schweren, schönen interessanten und aufregenden Lebensweg, von dem ich keine Minute missen möchte.

Zu der Zeit arbeitete ich in der Altenpflege noch im Altenheim und so konnte sie jeden Tag mit zum Dienst, was sie ausgiebig auslebte und viel Spaß dabei hatte. So wuchs sie dann regelrecht im Altenheim auf. Leider hatte sie eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit Rattengiftköder gefressen, mit gerade 6 Monaten, was ihr zum Verhängnis wurde. Einige Tage Tierklinik und langwierige Behandlung, von den Kosten ganz zu schweigen. Aber sie hat es überlebt und sich wieder gefangen. Jedoch wies mich die Klinik darauf hin, dass ein Lagzeitschaden bleibt, entweder versagen irgendwann die Nieren oder die Leber und dass sie kein normales Lebensalter erreichen würde. Das hat mir sehr weh getan und ich habe alles mir mögliche getan mit selbstgekochtem Futter, medizinische Behandlungen und sie wurde dann doch kaum geglaubte, allerdings immer erhoffte 10 Jahre und 1 Monat.

Irgendwann entschloss ich mich in die häusliche Pflege in den Riederwald zu gehen, wo sie sich zu einer unentbehrlichen Persönlichkeit im Umgang mit meinen Patienten entwickelte.  Bei problematischen Patienten konnte ich sie ohne Probleme alleine lassen, sogar nachts. Sie gab meinen Patienten immer wieder Lebensmut und blieb ihnen treu bis zum Ableben. Wenn notwendig schlief sie bei Patienten im Bett. Sie saß mit Patienten beim Essen am Tisch, gerade dann wenn die Patienten nicht essen wollten war sie auch wieder eine große Unterstützung. Sie litt dann aber auch sehr wenn ein Patient verstarb, das war ganz schlimm als Ursula S. verstorben ist, da wollte sie nicht mehr fressen.

Wie ich meine Lebensgefährtin Monika kennengelernt habe, dachte Amanda bestimmt sie ist eine neue Patientin, denn sie begrüßte sie als wüßte sie dass sie von nun an ihre Begleiterin sein wird. Amanda liebte Monika von Anfang an. 

Im Oktober 2011 hatte sie einen kleinen Kater adoptiert und diesen großgezogen, er hatte irgendwann die Manieren eines Hundes, war aber ein ganz ganz lieber, er hörte, er bettelte und klaute nicht, war die Ruhe selbst. (.....bei ihm gehts weiter)

Im Schwarzwald hatte Amanda dann einen Gewinn wie einen Sechser im Lotto. Ländliche Gegend, Felder, Wiesen, viel Grün und Wald und mit Luzy der Hündin meiner Lebensgefährtin verstand sie sich auf Anhieb, heute sind die beiden unzertrennlich. Luzy hält Amanda jung und Amanda hält Luzy davon ab weiter alles kaputt zu machen.

Heute im Januar 2016 ist Amanda inzwischen dement geworden, aber nicht weniger liebenswert, sondern einfach hilfebedürftiger. Das steht ihr aber auch zu, nachdem sie sich viele Jahre für meine Patienten aufgeopfert hat.

Nichts an Essen ist mehr sicher vor ihr, sie klaut wie ein Rabe ( früher hat sie alles bewacht und du konntest alles stehen lassen, sie ging an nichts, aber auch an gar nichts.) Heute vergisst sie sogar, dass sie gerade gefressen hat, leider hat sie auch schwer Arthrose und viele Schmerzen hatte sie bis vor kurzem dass ich mich damit abgefunden hatte sie in Ruhe gehen zu lassen, doch der Gedanke war wie ein Messerstich in mein Herz. Der Gang zur Tierärztin war eine Qual für Monika und mich. Doch dann kam eine unsagbare Wende!!! Sie bekam eine Tablette die ihr die Schmerzen nehmen würde, so richtig glaubte ich nicht daran, im Gegenteil ich dachte klar die Ärztin will Medis verkaufen. Aber gleich am nächsten Morgen wurde ich eines besseren belehrt. Amanda kam aufs Bett gesprungen, freudig schmusend was wir schon lange nicht mehr an ihr gesehen hatten, im Gegenteil sie hatte sich immer ins Dunkle zurückgezogen. Seite diesem Zeitpunkt bekommt sie nun einmal im Monat diese Tablette und sie lebt sehr gut damit.

Amanda ich hoffe, dass wir noch viele Jahre mit Dir gemeinsam verbringen können.

Dein Herrchen, Weggefährte uvm.

Am 30. August 2016 mussten wir uns dann leider von ihr trennen, die Leber hatte begonnen sich aufzulösen, nach einer starken Gelbsucht und sie konnte sich nicht mehr erholen, so dass es für sie zu einer großen Qual wurde - schweren Herzens entschloss ich mich zurTrennung, aber sie weiter leiden zu lassen das waere egoistisch gewesen und das hatte sie nicht verdient, nachdem was sie für die Patienten im Riederwald alles geleistet hatte.

Auf einer anderen separaten Seite wird noch ausführlich über Amandas Arbeit in der tiergestützten therapeutischen Begleitung berichtet.

 

 

Daniel-Th. Müller

 

 

Meine Hündin hat in Frankfurt eine hervorragende Arbeit in der Altenpflege und später in der palliativen Pflege geleistet.

Amanda hatte eine große Empathie, was später in der palliativen besonders zum Vorschein kam. Sie war mir eine große Hilfe und wurde unersetzlich. Bei den Patienten schlief sie im Bett, wenn dies gewünscht wurde bis zum ableben - sie machte das mit einer solch proffessionellen Hingabe, die seinesgleichen sucht. Immer war sie auf den Punkt fit, wenn es darum ging, mir zu zeigen, wie weit es noch bis zum finalen Stadium dauert.

Amanda motivierte auch immer wieder die Patienten, nicht aufzugeben und dadurch, dass sie keine Berührungsängste hatte, vermittelte sie den Pflegebedürftigen immer wieder, dass sie vollwertige Menschen waren.

Ganz besonders bei einer Patientin Ursula S. hat sie etwas geleistet, was sich unglaublich anhört, aber es ist wirklich wahr. Diese Patientin bekam ich aus dem Altenheim nach Hause zum sterben, da sie das in den vier Wänden wünschte - und was machbar war, das bot ich meinen Patienten. Diese Patientin hatte Amanda sehr ins Herz geschlossen, was zur Folge hatte, dass die Patientin ihr gesamtes Leben umkrempelte und Amanda zu ihrem Lebensmittelpunkt wurde - von sterben gab es keine Anzeichen trotz einer Leberzirrhose im Endstadium mit 6 Metastasen in der Leber, Brustkrebs wodurch sie eine Brust verlor. Es bildete sich ein erneuter Tumor in der anderen Brust der bösartig G2 war und operiert werden musste. Das nahm sie auf sich nach unzähligen Voruntersuchungen. Nach der OP die gut verlief, war sie im Aufwachraum und erzählte der zuständigen Ärztin, dass sie jetzt kämpfen müsse für Amanda. Die Ärztin rief mich noch spätabends an und fragte, ob die Patientin nun doch Kinder hätte, was ich verneinte nur der Mann hatte 4 erwachsene Kinder - der Mann lebte im Pflegeheim nach einem Apoplex und da er sehr aggressiv war, war eine Pflege zu Hause nicht möglich.

So erklärte mir die Ärztin, dass die Patientin zu ihr sagte, dass sie für Amanda kämpfen müsse - ich sagte ihr, dass Amanda meine Therapiehündin ist und so hatten wir die Lösung. Die Patientin bäumte sich immer wieder auf trotz hochdosiertem Morphium in Form von Pflaster und Tropfen. Nun kommt der größte Hammer, nach dieser Operation hatte sie Lust, eine Woche auf die Insel Borkum mit mir zu fahren, das haben wir gemacht nachdem ich aufwendig gebucht hatte. Allerdings war es schon September und sehr stürmisch, dass nicht viel mit rausgehen war, aber sie hat Borkum überstanden und hat von der Entlassung aus dem Altenheim noch drei Jahre und einen Monat leben dürfen dank des intensiven liebevollen Einsatz meiner Amanda. Als diese Patientin verstorben ist, das war selbst für Amanda so schlimm, dass sie zwei Wochen die Nahrungsaufnahme verweigert und von mir zwangsernährt mit Flüssigkeit wurde, sonst wäre sie der Patientin hinterhergegangen.

 

Genauso viel Einsatz brachte sie auch bei anderen Patienten es machte sehr viel Spaß mit ihr zu arbeiten auch mit meinem Chef verstand sie sich blendend. Amanda hatte Erlaubnisse, wo man nur von träumen dufte, so fuhr sie auch im Rettungswagen - was normalerweise absolut nicht geht.

Hier im Anschluss folgen unzählige Bilder mit Amanda im Dienst. Da es eine große Galerie ist, müssen auch viele Fotos mit Texten versehen werden, deshalb dauert es noch ein bisschen bis diese Fotogalerie steht, dafür wird es aber auch eine ganz besondere Galerie. Danke für Ihre Geduld.

 Daniel-Th. Müller

 

 

 

Rechts in der Bildergalerie sehen Sie Amanda bei der Arbeit. Hier sieht man teilweise ganz genau, wie glücklich sie Patienten machen konnte. Sie hat wirklich eine sehr sehr gute Arbeit geleistet.

Nehme Dir die Zeit für diese Galerie, ich denke es wird Dir teilweise sehr zu Herzen gehen - doch es lohnt sich....

Daniel-Thomas Müller  ( diese Galerie wird zwischen dem 4. und 5. 1. 2019 eingebettet )

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